Axel Korber

„Wenn ich an meine Zeit im JSO zurückdenke, so spüre ich wieder die Begeisterung, mit Gleichgesinnten auf einem anspruchsvollen Niveau zu musizieren. Die Freude an der Musik, die Ernsthaftigkeit der Arbeit und das Bewusstsein, dass gute Musik nicht von einzelnen Stars, sondern von der Mitwirkung aller abhängt, haben mich geprägt. Diese Erfahrung gibt mir bis heute immer wieder wertvolle Impulse für meine Arbeit.“

Axel Kober, geb. 1970 in Kronach, studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg. 1994 kam er an das Staatstheater Schwerin, von 1998 bis 2003 arbeitete er am Theater Dortmund, zuletzt als Erster Kapellmeister und Stellvertreter des GMD. 2003 wechselte er an das Nationaltheater Mannheim, wo er 2005/06 zum stellvertretenden GMD und ein Jahr später zum kommissarischen GMD ernannt wurde – ein Engagement, das er zur Erarbeitung seines zentralen Opernrepertoires nutzte. 2007 wurde Axel Kober Musikdirektor in Leipzig und übernahm an der Seite von Riccardo Chailly die musikalische Leitung des dortigen Opernhauses. Seit 2009/10 ist er GMD der Deutschen Oper am Rhein, wo er seither mit einem breiten Repertoire entscheidende Akzente setzte: Er dirigierte Werke von Mozart, Wagner, Verdi, Lehár, Rossini, Bizet Charpentier und Strauss ebenso wie eine Produktion des französischen Barockkomponisten Rameau sowie Opern des 20. und 21. Jahrhunderts wie Brittens „Peter Grimes“, Poulencs „Dialogues des Carmélites, Widmanns „Das Gesicht im Spiegel“ und die Uraufführung von Oehrings „SehnSuchtMEER“. Eine enge Verbindung besteht darüber hinaus zum Ballett am Rhein u.a. mit der Aufführung von Brahms‘ „Ein Deutsches Requiem“ in der Choreographie Martin Schläpfers. Gastspiele führten Axel Kober außerdem an die Königliche Oper Kopenhagen, an die Volksoper Wien und ans Theater Basel. In Hamburg gastierte er beim NDR Sinfonieorchester und an der Staatsoper. Sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin gab er 2009 mit Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“. Im Sommer 2013 folgte sein Debüt mit Wagners „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen.